Der immer noch weit verbreitete Glaube, Katzen seien nur mit Freilauf glücklich, kann bei näherer Betrachtung keiner ernsthaften Prüfung standhalten.
Wirklich wichtig für eine Katze ist, daß sie sich beschäftigen kann, ihren Jagdtrieb ausleben kann. Das geht auch ohne echte Mäuse oder Vögel. Jagdverhalten kann man auch durch sogenanntes “interaktives” Spielzeug imitieren.

Fliegen sind da ebenfalls sehr hilfreich, gibt es nur nicht auf Bestellung.
Zum Toben braucht eine Katze nicht nur ebene Flächen, sondern auch Klettermöglichkeiten. Kratz- und Klettervariationen lassen sich in vielen Teilen der Wohnung oder des Hauses aufbauen, entweder gekaufte Kratzbäume oder eigene, der Umgebung angepaßte Werke.

Wie man inzwischen weiß, ist die Katze kein wirklicher Einzelgänger. Wird eine Katze allein gehalten, sucht sie sich ihre Kontakte in der Nachbarschaft, was allerdings leider nicht immer zur wirklichen Freude wird.
Auf Bauernhöfen sieht man besonders deutlich, daß Katzen in einem sozialen Verband leben. Spätestens hier wird klar, daß die Einzelgänger-Theorie veraltet ist. Hier zwei Links zu dem Thema: Berliner Katzenschutz, Katzenmagazin.
Wer sich also eine Katze anschafft, sollte am besten gleich (oder in kurzem Abstand) zwei nehmen. Das macht nicht wesentlich mehr Arbeit und Kosten, bedeutet aber doppelte Freude für den Menschen und ein zufriedeneres Leben für das Tier. Das können Wurfgeschwister sein, muß aber nicht zwangsläufig. Wichtig ist, daß sich die Katzen im Temperament ähneln. Setzt man eine Schlaftablette neben zu einem Stehauf-Männchen wird das zur Unzufriedenheit auf beiden Seiten führen. Nimmt man Rassekatzen, kann man die Züchter nach dem Temperament der jeweiligen Rasse fragen, entscheidet man sich für Tierheimkatzen, sollte das Tierheim Auskunft über die jeweiligen Tiere geben können. Auch eine Kombination aus beiden (Tierheim- und Rassekatze) ist ein guter Weg. Bei Tierheimkatzen muß man bei der Eingewöhnung oft viel Geduld mitbringen auf Grund der schlechten Erfahrungen, die diese Tiere leider meist hinter sich haben, aber es lohnt sich eigentlich immer.

Auch reine Wohnungshaltung läßt sich artgerecht gestalten - wenn man nur will. Die optimale Katzenhaltung ist jedoch die des gesicherten Freilaufs, also zwar Garten oder Terrasse/Balkon, aber mit ausbruchsicherem Zaun oder Netz. Wie man dies gestaltet, kommt auf die vorhandenen Begebenheiten an.

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